Wasserstoffversprödung und Gasdichtheit
Bauteile müssen in Wasserstoffatmosphäre dicht bleiben und dürfen nicht durch Versprödung ausfallen.

Brennstoffzelle, Solarthermie und Windkraft-Systemtechnik stellen Bauteile unter sehr unterschiedliche Lasten: Wasserstoffatmosphäre, Salzschmelzen über 500 °C, Wechsellast und elektrische Isolation. Metallische und polymere Werkstoffe geraten hier an Grenzen. BCE fertigt Keramikkomponenten für alle drei Bereiche — von der Werkstoffauswahl bis zur fertigen Geometrie.
Brennstoffzelle und Wasserstofftechnik
Stack Plates, Isolatoren, Dichtflächen in Wasserstoffatmosphäre.
Solarthermie und Hochtemperatur-Absorber
Thermisch und elektrisch isolierende Bauteile bei Salzschmelzen-Temperaturen.
Windkraft und Systemtechnik
Keramische Werkstoffe für Anforderungen im Antriebsstrang und in der Leistungselektronik.
Bauteile müssen in Wasserstoffatmosphäre dicht bleiben und dürfen nicht durch Versprödung ausfallen.
In Stacks, Absorbern und Umrichtern treffen Isolation, Temperatur und mechanische Last zusammen.
Solarthermie-Bauteile arbeiten dauerhaft bei hohen Temperaturen und müssen Schnittstellen reduzieren.
Temperaturwechsel und zyklische Belastung müssen bereits bei Werkstoff und Geometrie berücksichtigt werden.
Hohe mechanische Vorspannung und präzise Passungen erfordern keramikgerechte Auslegung.
Nennen Sie uns Medium, Betriebstemperatur, Vorspannung und geforderte Isolationswerte. Wir prüfen Werkstoff, Geometrie und Machbarkeit.

In Brennstoffzellen-Stacks treffen vier Anforderungen gleichzeitig aufeinander: elektrische Isolation zwischen den Zellen, gleichmäßige Druckübertragung über die Stack-Fläche sowie Gasdichtheit und Beständigkeit in reiner Wasserstoffatmosphäre. Viele metallische Werkstoffe sind anfällig für Wasserstoffversprödung – eine Materialermüdung, die zu Rissbildung und vorzeitigem Versagen führt.

Bauteile aus Al₂O₃ A-997 (99,7 % Reinheit) und A-999 haben sich seit Jahren als Stack Plates bewährt. Sie halten Temperaturen von über 1.600 °C in reiner Wasserstoffatmosphäre stand und übertragen die Stack-Vorspannung gleichmäßig. Mit 0 % offener Porosität und einer Durchschlagfestigkeit von über 25 kV/mm sind Gasdichtheit und elektrische Isolation messtechnisch belegt.
Rohlinge werden isostatisch bei 2.000 bar gepresst, per CAD/CAM und 5-Achs-Bearbeitung auf Geometrie gebracht und schleifend nachbearbeitet.


Ohne keramische Hybridlager wäre moderne Windkraft in ihrer heutigen Form nicht denkbar. Wälzkörper aus Si₃N₄ in den Hauptlagern sind ein Spezialsegment weniger Hersteller. Darüber hinaus stellen sich in der Systemtechnik von Windkraftanlagen weitere Anforderungen an keramische Werkstoffe: elektrische Isolation, Maßhaltigkeit unter Wechsellast, Dichtheit. Wenn Sie keramische Bauteile für Windkraft-Systemtechnik auslegen, sprechen Sie mit uns.
Wer Wechsellast, Medium und Vorspannung früh zusammen bewertet, vermeidet den teuren Werkstofftausch nach der ersten Feldphase.
>1.600 °C
Formstabil in reiner Wasserstoffatmosphäre – Einsatzbereich A-997/A-999 in Brennstoffzellen-Stacks.
0 %
Offene Porosität bei A-997 – messbare Grundlage für gasdichte Bauteile im Stack.
2.000 bar
Isostatischer Pressdruck der Rohlinge – homogene Dichte als Ausgangsbasis.
>25 kV/mm
Durchschlagfestigkeit A-997 – elektrische Isolation in Stacks und Umrichtern.
2 W/mK
Wärmeleitfähigkeit Z-513 (Stahl: 50 W/mK) – thermische Isolation in der Solarthermie.
Beschreiben Sie Medium, Temperatur und Belastung — wir geben Ihnen eine fachliche Ersteinschätzung.
Antworten auf typische Fragen zu Anfrage, Prototypen, Dokumentation und Machbarkeit keramischer Bauteile in regenerativen Energiesystemen.
Wie läuft eine Anfrage bei BCE für Energietechnik-Bauteile ab?
Sie beschreiben Ihren Einsatzfall – idealerweise mit Zeichnung, Lastenheft oder zumindest den zentralen Anforderungen: Medium, Temperatur, Vorspannung, geforderte Isolationswerte. Wir melden uns mit einer Machbarkeitseinschätzung inklusive Werkstoffempfehlung und möglicher Risiken. Erst wenn diese Grundlage steht, entsteht ein Angebot.
Fertigt BCE Prototypen und Einzelstücke für Anwendungen in der regenerativen Energietechnik?
Ja. Gerade in der Brennstoffzellen- und Solarthermieentwicklung sind Prototypen- und Kleinserienfähigkeit entscheidend: Neue Stack-Designs oder Absorber-Geometrien müssen getestet werden, bevor eine Serie Sinn macht. BCE Special Ceramics fertigt ab Stückzahl 1, ohne Mindestmengen und ohne hohe Werkzeugkosten. Prototypen durchlaufen denselben Qualitätsprozess wie Serienteile.
Welche Dokumentation liefert BCE?
BCE ist nach ISO 9001 zertifiziert. Wenn Ihr Projekt Anforderungen an Dokumentation, Rückverfolgbarkeit oder Prüfprotokolle stellt, stimmen wir den Umfang vor Fertigungsstart ab.
Wie beurteilt BCE die Zuverlässigkeit von Keramikbauteilen unter Wechsellast?
Wir sprechen nicht von Lebensdauer, sondern von Versagenswahrscheinlichkeit unter dem konkreten Lastprofil. Das heißt: Wechsellast-Zyklen, Medium, Temperaturwechsel und Vorspannung fließen in die Werkstoff- und Geometrieauswahl ein. Pauschalaussagen zur Haltbarkeit wären fachlich unsauber – deshalb klären wir den Lastfall vor der Fertigung.
Woher weiß ich, ob Keramik für meinen Einsatzfall überhaupt sinnvoll ist?
Beschreiben Sie uns die Betriebsbedingungen: Medium, Temperatur, Belastungsart, geforderte Isolationswerte. Wir geben Ihnen eine Einschätzung, ob Keramik gegenüber einem metallischen oder polymeren Werkstoff einen nachweisbaren Vorteil bringt. Wenn nicht, sagen wir das. Keramik macht dort Sinn, wo konventionelle Werkstoffe an ihre Grenzen stoßen — nicht vorher.
Wir sagen Ihnen, ob Keramik die richtige Wahl ist – und wenn ja, welcher Werkstoff.