Metalle versagen
Bei Temperaturen über 1.000 °C beginnt Erweichen, Oxidation oder Kriechverformung.

Temperaturen jenseits von 1.000 °C sind für die meisten Metalle eine Dauerbelastung, die sie nicht ohne Einschränkungen ertragen. Technische Keramik hält Einsatztemperaturen bis 1.750 °C stand. Sie bleibt formstabil, ohne Erweichen, ohne Fließen, auch im Vakuum und unter oxidierenden Bedingungen.
Typische Anforderungen ansehen
Formstabilität, Vakuumbeständigkeit, chemische Reinheit – die relevanten Anforderungen in der Hochtemperaturtechnik.
Werkstoff nach Anwendung wählen
Al₂O₃, SiC oder Si₃N₄ – Entscheidungshilfe nach Temperatur, Atmosphäre und mechanischer Belastung.
Konkretes Bauteil besprechen
Tiegel, Schutzrohr, Kalibrierkörper? Wir klären die Machbarkeit in einem direkten Gespräch.
Bei Temperaturen über 1.000 °C beginnt Erweichen, Oxidation oder Kriechverformung.
Auch temperaturbeständige Legierungen oxidieren bei Dauerbelastung über 1.000 °C.
Metalle erweichen und fließen – Maßhaltigkeit ist nicht mehr gewährleistet.
Tiegelmaterialien können Spurenstoffe abgeben, die Messergebnisse in der Analytik verfälschen.
Viele Werkstoffe gasen im Ultrahochvakuum bei Temperaturen über 1.000 °C aus.
Nennen Sie uns Betriebstemperatur, Atmosphäre und die geforderte Reinheit. Wir prüfen Werkstoff und Machbarkeit.


Wer Betriebstemperatur, Atmosphäre und Reinheitsanforderung früh klärt, vermeidet den falschen Werkstoff im Serieneinsatz.
bis 1.750 °C
Einsatztemperatur von Oxidkeramik – dort, wo Metall erweicht oder oxidiert.
99,95 % Al₂O₃
Erreichbare Reinheit für Tiegel und Analysebauteile in Massenspektrometern und DTA-Geräten.
Formstabil
Kein Erweichen, kein Fließen auch unter Dauerlast bei Extremtemperaturen.
ab Stückzahl 1
Fertigung ohne Mindestmengen, Prototypen im selben Prozess wie Serienteile.
ISO 9001
Zertifizierter Prozess auf Wunsch mit lückenloser Dokumentation.
Antworten auf typische Fragen zu Temperaturbeständigkeit, Reinheitsanforderungen und Machbarkeit keramischer Bauteile.
Welcher Werkstoff hält Temperaturen über 1.000 °C dauerhaft stand?
Al₂O₃ ist der Standardwerkstoff für Dauerbetrieb bis 1.750 °C – formstabil, oxidationsbeständig, in Reinheitsgraden bis 99,95 % verfügbar. Für Temperaturen über 1.600 °C mit gleichzeitig hoher mechanischer Belastung kommen SiC oder Si₃N₄ ins Spiel. Entscheidend ist nicht nur die Spitzentemperatur, sondern die Dauerbelastung und die Atmosphäre im Betrieb.
Was ist bei Tiegelmaterialien für hochpräzise Analysegeräte zu beachten?
Für Massenspektrometer, DTA-Geräte und Effusionsquellen sind Reinheitsgrad und Werkstoffabgabe entscheidend. Al₂O₃ mit 99,95 % Reinheit gibt keine Spurenstoffe ab, die Messergebnisse verfälschen könnten. Wir fertigen auch kundenspezifische Sonderlösungen: eingeschliffene Deckel, Bohrungen, Gewinde und Metallisierungen von Tiegelböden.
Können keramische Bauteile im Ultrahochvakuum eingesetzt werden?
Ja. Oxidkeramiken wie Al₂O₃ und ZrO₂ sind (ultra-)hochvakuumbeständig auch bei Temperaturen über 1.750 °C – keine Ausgasung, keine Kontamination der Anlage. BCE fertigt gezielt Hochtemperaturbauteile für UHV-Anlagen.
Welche Keramikbauteile fertigt BCE für die Hochtemperaturtechnik?
Analysentiegel für Massenspektrometer und DTA-Geräte, Effusionstiegel, Knudsen-Zellen, Hochtemperaturbauteile für UHV-Anlagen, Kalibrierkörper für thermische Messungen im Ofenbau, elektrische Isolatoren sowie Schutzrohre. Alle Bauteile nach Kundenzeichnung, kundenspezifische Sonderlösungen auf Anfrage.
Wie zuverlässig sind Keramikbauteile im Hochtemperatur-Dauerbetrieb?
Entscheidend ist die Versagenswahrscheinlichkeit unter dem konkreten Lastprofil – Betriebstemperatur, Atmosphäre, mechanische Last und Zyklen. Wer diese Parameter sauber aufeinander abstimmt, erreicht eine sehr geringe Ausfallrate. Fehler entstehen fast immer durch falsche Werkstoffwahl oder durch Unterschätzen der Dauerbelastung gegenüber der Spitzentemperatur.
Wir sagen Ihnen, welcher Werkstoff in Ihrer Atmosphäre und bei Ihrer Temperatur dauerhaft funktioniert.