Chemische Korrosion
Angriff durch Säuren, Laugen und organische Lösungsmittel schädigt Bauteile dauerhaft.

Anwendungen in der chemischen Industrie und Verfahrenstechnik erfordern neben Temperaturbeständigkeit vor allem eine zuverlässige Korrosionsbeständigkeit – häufig kombiniert mit Abrasionsbeständigkeit, wenn Feststoffpartikel im Medium enthalten sind. Wir klären vor dem Angebot, welcher Werkstoff für Ihren Einsatzfall geeignet ist – und welcher nicht.
Typische Lastfälle ansehen
Die häufigsten Anforderungen in der Chemie: Korrosion, Abrasion, kombinierter Medien- und Druckangriff.
Werkstoff nach Medium wählen
Al₂O₃, ZrO₂ oder SiC – Entscheidungshilfe nach Medienmix und Betriebstemperatur.
Konkretes Bauteil besprechen
Ventilsitz, Rohrliner, Dichtfläche? Wir klären die Machbarkeit in einem direkten Gespräch.
Angriff durch Säuren, Laugen und organische Lösungsmittel schädigt Bauteile dauerhaft.
Feststoffpartikel in Suspensionen führen zu starkem Verschleiß an Oberflächen und Dichtungen.
Gleichzeitiger Einfluss von Druck, Temperatur und Medienangriff überfordert Standardwerkstoffe.
CIP/SIP-Reinigungszyklen erzeugen extreme Temperaturwechsel, die zu Rissbildung führen können.
Individuelle Fertigung erfordert hohe Fertigungsgenauigkeit bei gleichzeitig wirtschaftlicher Produktion.
Nennen Sie uns Medienmix, Betriebstemperatur und Geometrie. Wir prüfen Machbarkeit, Werkstoff und Fertigung – und geben Ihnen eine fundierte technische Rückmeldung.


Frühzeitige Beratung spart Zeit, Kosten und Iterationen.
>900 MPa
Biegefestigkeit ZrO₂ – trägt mechanische und chemische Last gleichzeitig.
ca. 1.800 HV
Härte Al₂O₃ – gehärteter Stahl liegt bei 700–800 HV.
ca. 2.500 HV
Härte SiC – für abrasive Medien, wo Al₂O₃ zu früh verschleißt.
ab Stückzahl 1
Keine Mindestmengen, keine hohen Werkzeugkosten.
ISO 9001
Zertifizierter Prozess, Dokumentation auf Wunsch lückenlos.
Antworten auf typische Fragen zu Medienbeständigkeit, Werkstoffwahl und Machbarkeit keramischer Bauteile.
Welcher Werkstoff ist bei mehreren aggressiven Medien gleichzeitig geeignet?
Das hängt vom vollständigen Medienmix und der Betriebstemperatur ab – nicht nur vom aggressivsten Medium. Al₂O₃ ist für die meisten Säuren und Laugen geeignet, versagt aber bei Flusssäure. SiC verträgt fast alle Chemikalien, ausgenommen konzentrierte Kalilauge und Flusssäure. ZrO₂ empfiehlt sich bei gleichzeitig hoher mechanischer Belastung. Ohne Kenntnis des vollständigen Lastprofils ist keine belastbare Empfehlung möglich.
Kann ein bestehendes Metallbauteil direkt in Keramik gefertigt werden?
Nicht ohne Prüfung der Geometrie. Keramik reagiert anders als Metall auf Zugspannungen, Kantenpressung und thermische Ausdehnung. Wir prüfen, ob die vorhandene Geometrie keramikgerecht ist – und wo Anpassungen erforderlich sind.
Was ist bei kombinierter Last aus Druck, Temperatur und aggressiven Medien zu beachten?
Werkstoffe werden häufig für einzelne Lastfälle ausgewählt, nicht für deren Kombination. ZrO₂ eignet sich für mechanische und chemische Last bis 900 °C. Darüber sind SiC oder Si₃N₄ die richtige Wahl. Wir legen das anhand des vollständigen Lastprofils aus.
Welche Keramikbauteile fertigt BCE für die chemische Industrie?
Ventilkomponenten für Regelarmaturen, Absperrschieber und -armaturen, Dosiereinheiten, Inliner und Auskleidungen, Gehäuse für Schaltkugeln sowie Ventilkegel und -sitze – jeweils nach Kundenzeichnung. Fertigung als Prototyp, Kleinserie oder Sonderanfertigung.
Wie zuverlässig sind Keramikbauteile im chemischen Dauerbetrieb?
Entscheidend ist die Versagenswahrscheinlichkeit unter dem konkreten Lastprofil – nicht eine pauschale Standzeit. Wer Medienmix, Temperaturprofil, Druckbelastung und Geometrie aufeinander abstimmt, erreicht eine sehr geringe Ausfallrate. Fehler entstehen fast immer durch falsche Werkstoffwahl oder ungeeignete Einbausituation.
Wir sagen Ihnen, ob Keramik die richtige Wahl ist – und wenn ja, welcher Werkstoff.